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Die Luftabwehr am Aichner Stall in Steinegg

Das faschistische Regime baute in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts an den Grenzen Südtirols zu Österreich überall riesige Bunkeranlagen von denen aus Italien im Kriegsfall vor eventuellen Angriffen geschützt werden sollte. Ein Großteil der Riesenpunker steht noch und kann besichtigt werden. Um sich auch vor feindlichen Luftangriffen zu schützen, wurden auf aussichtsreichen Hügeln und Bergkuppen Fliegerabwehranlagen bestückt mit Flakgeschützen errichtet. In unserer Gemeinde stand eine solche Flakanlage auf dem Kolmbühlegg in Karneid, die während des Zweiten Weltkrieges bis 1943 von den italienischen Truppen und dann von der deutschen Luftabwehr benützt wurde. Auch das Waldgebiet über dem Aichner Stall in Steinegg wurde in den Jahren 1937/38 zu Kriegszwecken enteignet und vollständig abgeholzt. Vom Eggental her wurde eine notdürftige Zufahrt für militärische Allaradlastfahrzeuge errichtet und schließlich eine Kaserne und ein Munitionsdepots gebaut. Auf der Spitze der Bergkuppe wurden die Sockel für drei Luftabwehrgeschütze, einem großen, einem mittleren und einem kleinen angebracht und mit Flakgeschützen mit Scheinwerfern ausgestattet. Die Luftabwehr wurde ein einziges Mal eingesetzt und zwar beim ersten Fliegerangriff der Alliierten am 2. September 1943. Nachdem die viermotorigen Bomber die Stadt auf einer Höhe von über 6.000 m überflogen und die Geschütze für solche Höhen in keiner Weise geeignet waren, verpulverten sie daher nutzlos ihre Munition. Schließlich wurden die Geschütze bei der Kaserne am Aichner Stall abtransportiert. Das neuwertige Gebäude wurde von der Ortsbevölkerung gestürmt und geplündert. Dann ging’s an den Abbruch der Gebäude. Heute sieht man noch auf manchem Bauerhof unserer Gemeinde Überreste davon. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts übertrug der italienische Staat das seinerzeit dem Aichner Baur enteignete Territorium in den Besitz der Gemeinde Karneid. Nachdem der Aichner Bauer bei der Enteignung nur einen Spottpreis bekommen hatte, fand die Gemeindeverwaltung es angebracht, diesen Grund dem Aichner Bauer kostenlos zu überlassen, was dann mit Einwilligung des Staates auch geschah. Seitdem liegt alles brach da und die Gebäudereste sind am Verfall. Nachdem dieses Kriegsrelikt an eine schwere Zeit unseres Landes und der Gemeinde erinnert, sollte man trachten, mit Hilfe der Militärbehörde die Anlage soweit als möglich instand zu setzen und den Besuchern als Mahn- und Geschichtsdenkmal zugänglich zu machen.

Stille Zeitzeugen im Wald bei Aichnerstall, ein Besuch lohnt sich!

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