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Mittwoch, 04 Februar 2015 09:28

Die Burgruine von Steinegg

Die Burgen von Steinegg
 
Die Herren von Völs bauten in Steinegg um 1200 die Wohnburg mit Blick nach Süden und um 1300 die Wehrburg mit Blick ins Eisacktal. Diese Befestigungsanlage befindet sich über einer ca. 30 Meter hohen Felswand. Der Zugang wurde vor etwa Jahren mit einem befestigten  Zaun bis zur Burganlage errichtet. Man betritt die Burg durch das einstige Burgtor, das noch gut erhalten ist. Ein großer Tel der Mauern auf dieser Seite steht noch. Doch von den Zinnen ist nichts mehr erhalten. Sie sind  wie ebenso der Turm des Schlosses verfallen.
Von der Wohnburg befanden sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts noch Teile der Ringmauern und des Turmes. Leider wurden diese von einigen Ortsbewohnern, die sich ein Eigenheim bauten, abgetragen und als Bausteine verwendet. Heute finden wir am Fuße des einstigen Turms das „Bergheim“.  
Die Herren von Völs besaßen das Gericht Steinegg mit Welschnofen. Sie haben diesen Zweig ihrer Familie nach der Festung Steinegg benannt: Henricus, Clara, Grimoldus und Christophorus de Steineck. Clara de Steineck wurde 1292 die erste Äbtissin des Klarissenklosters zu Meran. 1298 wurde ein Gozelin, Richter zu Steineck genannt. Das Gericht Steineck war der Landeshoheit der Grafen von Tirol unterworfen. Nach deren Aussterben derselben, erhielten 1366 aufgrund eines Schiedsspruches die mit ihnen verschwägerten Herren von Niederthor und Botsch von Bozen die Gerichte Steinegg und Karneid zu ewigem Besitz. Seit dem 14. Jahrhundert blieben Steinegg und Karneid im Besitz der Liechtensteiner. Diese waren jedoch Anhänger des Tiroler Adelsverbandes, der ein erbitterter Feind Herzog Friedrichs, „mit der leeren Tasche“ war. Wie gegen alle seine Feinde ging dieser auch gegen die Herren von Steinegg vor und zerstörte das Schloss um 1420, das nicht mehr aufgebaut wurde. 
Das Gericht Steinegg blieb weiterhin erhalten, jedoch zum Pises Hof verlegt, wo es zwei Jahrhunderte aufrecht blieb.    
 

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