Oachner Höfeweg in Völser Aicha, ✺ Rundwanderweg mit Start am Schloss Prösels

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10.7km
Ideale Jahreszeit: Sommer, Herbst, Winter
Gehzeit: 4,0hh
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Höhenmeter: 388m
Meereshöhe max.: 1017m
Meereshöhe min.: 629m

Beschreibung

Anfahrt: Start in Steinegg von der Sonnleiten Dolomiten Residence und Fahrt auf der Landesstraße nach Blumau, dort biegt man rechts ab und fährt in Richtung Norden. Nach ca. 300 m nimmt man das linke Tunnel, das nach Tiers, Völs, Seis und Kastelruth führt. Nach kurzer recht kurviger Straße biegt die Straße nach rechts nach Tiers ab. Nach einigen Serpentinen biegt man in einer großen rechts Kehre links nach Prösels ab, wo man am Parkplatz am Schloss Prösels parken kann.
Infos: Schloss Prösles und Führungen.

Richtig imposant thront das Schloss Prösels auf einer Anhöhe vor dem mächtigen Schlernmassiv. Die Edelleute von damals wussten genau wo sie Ihre „ Bleibe“ errichten. Dabei wählten Sie steht’s die schönsten Plätze aus.

Start: Gleich unterhalb vom Parkplatz des Schloss Prösels beginnt der Ochner Höfeweg mit der Wegnummer. 3 
Der Tag ist richtig sonnig und so sind wir gleich gestartet. Aber schon nach ein paar Schritten haben uns Wegarbeiter angehalten, die den Weg ausgemäht haben. Sie erzählen uns, wie ihnen der Regen der vergangenen Tage recht viele Aufräumarbeiten beschert hat.
Esther und ich waren froh, dass sie die Wanderwege in sehr guten Zustand hielten und waren den Arbeitern dankbar dafür.
Anfangs sind wir durch Wiesen, dann durch Wald in Richtung Westen gewandert. Immer wieder sind wir verblüff wie schön unsere Heimat ist und es immer wieder neue Ecken zum Bestaunen gibt. Am Wegrand auf einer Bank haben wir das herrliche Panorama und Blick mit Schlern, Hammerwand, Tschafon die Dörfchen Ums, Völs und den gegen überliegenden Dörfern vom Ritten, Barbian und Villanders genossen.

Der gut markierte Weg (Schilder mit Hofzeichnung) führt uns vorbei am Wirtskeller. Die alten Räume und Keller aus Stein hatten eine natürliche Klimaanlage. Dort wurden einst Speck, Käse und Wein aufbewahrt. Dieser wurde neu hergerichtet und kann besichtigt werden. Dabei stelle ich mir schon vor, wie die dicken Speckseiten im Keller hängen. Dabei entstehen in mir die ersten Hungergefühle. Bis zur Mittagspause im Fronthof war es doch noch ein Stück. Also weiter!

Zahlreiche alte und wieder neu hergerichtete Völser Aichner Höfe liegen am Weg. Besonders fällt uns auf, dass die Höfe alle bewirtschaftet sind. Jeder Bauer versucht aus seinem Hof, das Beste zu machen. So steht eine Apfelplantage neben den Trauben, ein Betrieb mit Kühen neben dem Bauer der Beeren anbaut. Verschiedene Obstbäume, Nussbäume und vor allem Kastanien, säumen die Kulturlandschaft. Der kleine Bergrücken unterhalb des Tschafons scheint mit den vielen Sonnenstunden und dem Quellwasser ein fruchtbarer Boden zu sein.

Riefer, Flunger, Dosser, Psenner, Gmoaner, Gstatsch, Innerpeskoler , Federer, Guntschöll , Front ein Schmuckstück (Hof) neben dem Anderen. Dabei wurde uns klar, die Südtiroler Bauern lieben Ihr Fleckchen Erde sehr auch wenn es mit harter Arbeit verbunden ist. 

Nach guten 2 Stunden Gehzeit haben wir unser Mittagsziel erreicht. Der Fronthof mit der langen breiten Hausfront aus Naturstein. Der Hof wurde bereits 1379 erstmalig erwähnt, damals als „Verànt“.
Wir haben uns auf der herrlichen idyllischen Sonnenterrasseniedergelassen. Die Speisekarte bietet feine Gerichte vom Hof und Keller. Dabei ist Entscheiden nicht so einfach, bei den vielen klingenden Gerichten. Ich habe mich für das Tagesteller, den geschmorten Schweinebäckchen entschieden, Esther für die hausgemachten Schlutzkrapfen. Dazu ein Glasl Eigenbauwein, oh der ist fein! Und als Nachspeise ein richtig leckerer Apfelstrudel.
Wie es sich gehört, nach einem guten Mahl habe ich mich auf den Liegestühlen ein wenig in die Sonne gelegt und die Ruhe genossen.

Infos: Öffnungszeiten & Co zum Fronthof 

Rückweg: Der Weg führt uns anfangs durch die Weinberge, dann über Brücken durch das Tal bis hoch zum Unterharderhof, das letzte Stück ist recht steil. Das Dörfchen Völser Aicha ist auf der Zufahrtsstraße gut zu erreichen.

Achtung: kurz vor der Kirche biegt der Weg Nr.7 rechts ab und verläuft aufwärts. Es ist kaum zu glauben, wie viele Höfe es auf einer so geringen Dichte gibt. Wir beobachten, wie Bauern die Mahd mit speziellen Maschinen einbringen. In den Steillagen ist das nicht so einfach und erfordert viel Geschick und Kraft.

Das letzte Stück vom Wanderweg führt uns über den Aichaberg am Schnaggenkreuz und am Aichner Weiher (Großmoosweiher) vorbei. Der Weiher gilt als Geheimtipp zum Fischen.
Infos: zum Fischen am Großmossweiher - Aichnerweiher
Hier lohnt es sich eine Pause einzulegen, das wir auch tun. Das Panorama ist grandios und die Bank am Wiesenrand lädt dazu ein, den Höchsten Punkt der Wanderung zu genießen. Nach einem kurzem Abstieg zurück in das recht mittelalterlich wirkende Dörfchen Pröslels sind wir wieder am Ausgangspunkt am Parkplatz am Schloss angekommen. 

Glücklich über diese so „sonnige und erlebnisreiche Genusstour“ mit vielen schönen Eindrücken gings wieder zurück in die Sonnleiten Dolomiten Residence.

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