Tipps für Bergwanderer

29 Januar 2014
Kategorie: News

Ein wenig Zeit bleibt noch bis die schöne Wanderzeit in Südtirol beginnt. Mit den Gedanken sind wir schon auf der nächsten Wandertour und malen uns die schönen Berge aus, die hohen Gipfel, den würzigen Duft der bunten Almwiesen, die klare Bergluft und die gemütliche Runde in der Almhütten.

Damit Sie gute Aussichten für Ihre Wandertouren bei uns in den Bergen haben, haben wir für Sie  Tipps für sicheres Wandern erstellt und wünschen „Berg heil und viel Freude mit den Bergen der Dolomiten

Tipp 1: Nur fit in die Berge.
Planen Sie Ihre Wandertour nach Ihrer Kondition und Erfahrung. Bei Urlaubsbeginn sollten Sie die Wanderungen gemütlich angehen und sich ein paar Aufwärmtouren gönnen bevor Sie dann richtig loslegen. Denn die meisten Unfälle geschehen durch Erschöpfung und Ermüdung, oder wenn man sich nicht richtig akklimatisiert hat.

Tipp 2: Rucksack richtig packen .
Keine Bergtour ohne richtig gepackten Rucksack. Stellen Sie in Ruhe die erforderliche Ausrüstung zusammen: Bekleidung (Regensachen, Kopfbedeckung, Bekleidung zum Wechseln, ev. Handschuhe + Mütze bei Touren in höhere Regionen), richtige Verpflegung, nicht zu vergessen eine Südtiroler Apfel, gute Wanderschuh und Wanderstöcke, Wanderkarte oder GPS- Gerät, Fotokamera, Handy für Notrufe usw. Beachten Sie dass sie alles den Berg hoch schleppen müssen!
In jedem noch so kleinen Rucksack ist Platz für die Notfallausrüstung!

Tipp 3: Gut frühstücken
Morgens lieber etwas früher aufstehen und in aller Ruhe ausgiebig frühstücken, aber ohne sich dabei den Bauch voll zuschlagen.

Tipp 4: Kopfbedeckung:
Unterschätzen Sie die Intensität der Sonne nicht auch wenn es bewölkt ist. Tragen Sie immer eine Kopfbedeckung, besonders Kinder.

Tipp 5: Aufwärmen
Nach dem Abmarsch erst einmal 30 Minuten langsam warm laufen, später richtet sich das Gehtempo nach dem Schwächsten in der Gruppe, sein Pulsschlag sollte nie höher als 130 pro Minute sein.
Die Faustregel gilt: man soll so schnell gehen, dass man sich beim Wandern noch unterhalten kann.

Tipp 6: Pausen einlegen
Sie sollten alle 2 Stunden eine Pause von 10 Minuten einlegen, etwas trinken und etwas essen (frischen Obst, Gemüse, Keckse oder auch Müsliriegel). Trinken Sie so viel wie möglich, keinen Traubenzucker essen.

Tipp 7: Während der Tour gilt trinken, trinken, trinken!
Man sollte mindestens 2 - 3 Liter verteilt über den Tourentag trinken. Gut geeignet sind Wasser, leichte Früchte- oder Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte.  Alkohol bitte einschränken, oder am besten ganz darauf verzichten! 

Tipp 8: Wandertour soll Kindgerecht sein
Die Wanderung sollte auch den Kindern gut gefallen und man soll sie nicht überfordern. Denken sie bitte daran, dass Kinder Abwechslung, Spannung und Abenteuer lieben.

Tipp 9: Achtung Höhe!
Lassen Sie sich ab 2000 Meter Seehöhe genug Zeit, um sich zu „akklimatisieren“. Beachten Sie Warnzeichen, wie Kopfweh, Husten, kalte Hände! Bei Problemen lieber auf der Seehöhe bleiben oder umkehren.

Tipp 10: Wetterbericht verfolgen
Bitte unterschätzen Sie die Wettergefahren niemals! Informieren Sie sich vor der Tour und beobachten Sie sorgfältig. Bei drohendem Wettersturz kehren Sie rechtzeitig um oder suchen sich einen geeigneten Unterschlupf.

Tipp 11:Der Weg ist Ihr Ziel
Bleiben Sie grundsätzlich auf dem Weg und beachten die Markierungen. Wenn Sie sich verirrt haben, bewahren Sie Ruhe, suchen Sie nach Möglichkeit sicheres Gelände auf und beginnen Sie mit dem „Alpinen Notsignal“. Ein optisches oder akustisches Zeichen sechs Mal pro Minute, danach eine Minute Pause. Allgemeiner Notruf in Südtirol 118

Tipp 12: Die Gesundheit geht vor!
Lieber umkehren, als den Gipfel mit letzter Kraft erzwingen. Denken Sie an den Abstieg, der dann noch vor Ihnen liegt

Tipp 13: Wanderkarten richtig lesen
Besonders wichtig ist es eine Karte auch richtig lesen zu können. Eine detaillierte Zeichenerklärung ist auf der Karte angegeben. Besonders Höhenlinien entscheiden, ob die Tour sehr einfach oder extrem schwer wird. Weiters sollte man bei einer Wanderung die Höhenmeter ungefähr ausrechnen. Bestimmen Sie nicht nur die Höhenmeter von Start und Ziel sondern auch die Strecke dazwischen: oft liegt zwischen Startpunkt und Ziel ein Tal mit 300 bis 400 Höhenmetern, was sich natürlich auf eine Wanderung auswirkt. Sind die Höhenlinien weit auseinander ist das Gebiet sehr flach, sind die Höhenlinien sehr nah zusammen, ist das Gebiet sehr steil.

Ort: Festplatz Steinegg

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